Master of Speedway in Moorwinkelsdamm,
06.05.2017

Mit Bekanntgabe der Prädikatstermine der FIM und FIME zu Beginn der Saison stand für den MSC Moorwinkelsdamm fest: Das wird eine schwere Aufgabe, ein Fahrerfeld zusammen zu stellen, denn mussten vor allem Deutsche Wunschkanditaten in ganz Europa verteilt an den Start gehen, um sich die Plätze für die nächste Runde bei der WM- und EM zu sichern. Doch Dank der guten Kontakte von Holger Lund gelang es dem MSC ein ausgeglichenes Lineup zu verpflichten, wobei die Deutschen Fahrer letztendlich nur mit Martin Smolinski und Lukas Fienhage vertreten waren. Rennleiter Matthias Wilheims war erleichtert, dass es bis auf die Absage von Max Dilger (er musste kurzfristig nach Südfrankreich zum Speedway EM Semi) keine weiteren Fahreränderungen von Nöten waren und meinte: „Heute braucht sich auch keiner schämen Letzter zu werden.“

Zur großen Freude der Deutschen Fans schaute zum Ende des Rennens noch Kai Huckenbeck vorbei, der noch am Nachmittag im Dänischen Esbjerg den 3. Rang bei der Speedway-WM Qualirunde erzielen konnte. Natürlich berichtete er über seinen Verlauf des Rennens am Mirkofon.

Mit Antonio Lindbäck konnte ein aktueller Grand-Prix Fahrer ans Band geholt werden, doch enttäuschte er auf der Bahn auf ganzer Linie, während er jeden Fotowunsch der Fans erfüllte. Als Kenner der Strecke setzte sich dagegen Smolinski von Anfang an durch und konnte auch von den vermeintlich schlechteren Startpositionen 3 und 4 auf der sehr griffigen Bahn gute Punkte ins Ziel bringen. Das Highlight des Abends bot allerdings wieder einmal Youngster Fienhage, der mit seinem Kampfgeist im vorletzten Vorlauf Pepe Franc nach Aufholjagd von 3 auf 2 sogar noch zu einem Fotofinish um den Laufsieg zwang. Leider reichte es nicht ganz, doch wurde er für diesen Lauf so gefeiert, wie der spätere Sieger Smolinski, der sich im 6-Runden-Finale gegen Wadim Tarasenko, Krystian Pieszczek, Andreas Lyager, Josef Franc und Tomasz Gapinski durchsetzten konnte. Fienhage landete am Ende auf einem bemerkenswerten 8. Rang und stand somit sogar noch 2 Plätze vor Lindbäck im Ergebnis.

Auch in der Gruppe B waren mit Fabian Wachs, Hannes Gast und Tim Brinkmann nur 3 Fahrer aus Deutschland vertreten. Bester Akteur von ihnen war am Ende noch Gast, der auf Rang 8 abschloss. Die Punkte an der Spitze teilten sich die Gäste aus Holland. Dabei war vor allem Romano Hummel das Maß aller Dinge und beherrschte seine Mitstreiter nach Belieben. Vor Henry van der Steen, Dave Meijerink und Anne Spaan komplettierte er mit dem Finalsieg auch sein Maximum.

Der Nachmittag stand wieder einmal im Zeichen der Kids Junior A, B und C. Nach insgesamt 19 Läufen  standen hier die Sieger und Platzierten fest. Max Streller beeindruckte in seinen Vorläufen mit ungefährdeten Laufsiegen in der Juniorklasse A. Nur im Finale musste er sich mächtig lang machen und sich die Führung gegenüber den späteren Zweit- und Drittplatzierten Julian Ploog und Carl Wynant erstmal erarbeiten.

Bei den 125ccm-Piloten war es Tom Finger, der mit einem Maximum glänzen konnte. Und das, obwohl ihm nach der Zieldurchfahrt des 1. Laufes der Motor fest ging. Doch mit dem Reservebike dominierte er ebenso. Jonny Wynant und Calvin Richter sicherten sich ebenfalls einige Laufsiege und belegten am Ende die Plätze 2 und 3.

Obwohl Kevin Lück nach einer Bandberührung mit 15m Strafversetzung in seinem letzten Lauf der Junior C starten musste, fuhr er bis auf Rang 2 vor und sicherte sich amit den Gesamtsieg, nachdem er zuvor alle Läufe gewann. Finn Loheider war der härteste Konkurrent und erster Verfolger, während Fabian Heinemann, Mattis Möller und Neueinsteiger Mitchel de Vries (Bruder von Darrel de Vries) auf den hinteren Plätzen kämpften. Auffällig war hier, dass Möller mit sehr guten Starts brillierte, dem Speed der Kontrahenten aber nicht immer bis ins Ziel folgen konnte.

 

Bildergalerie

Master of Speedway
#
Name Nat
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12 Pkt Fin Pkt Platz
84
Martin Smolinski
3
2
3
2
10
5
15
1.
8
Wadim Tarasienko
2
3
3
1
9
4
13
2.
2
Krystian Pieszczek
2
3
2
2
9
3
12
3.
3
Andreas Lyager
0
3
2
3
8
2
10
4.
4
Josef Franc
1
2
2
3
8
1
9
5.
6
Tomasz Gapinski
3
2
A
1
6
0
6
6.
5
Mikkel B. Andersen
1
1
3
1
6
6
7.
10
Lukas Fienhage
2
0
1
2
5
5
8.
9
Mathias Thörnblom
3
0
1
0
4
4
9.
85
Antonio Lindbäck
0
1
0
3
4
4
10.
12
Jesper B. Monberg
1
1
S/D
N
2
0
11.
11
Broc Nicol
0
0
1
0
1
1
12.

Gruppe B
#
Name Nat
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Pkt Fin Pkt Platz
16
Romano Hummel
3
3
3
9
3
12
1.
20
Henry v. d. Steen 
2
3
2
7
2
9
2.
21
Dave Meijerink
3
2
1
6
1
7
3.
17
Anne Spaan
3
1
2
6
0
6
4.
15
Nick Lourens
2
3
0
5
5
5.
13
Darrel de Vries
D
2
3
5
5
6.
18
Thomas Sörensen
1
1
3
5
5
7.
22
Hannes Gast
2
1
2
5
5
8.
14
Fabian Wachs
1
2
1
4
4
9.
19
Kevin Glorie
0
0
1
1
1
10.
25
Tim Brinkmann
1
0
T
1
1
11.
23
Henk Koonstra
0
0
A
0
0
12.

Junior A
#
Name
1
2
3
4
5
6
Pkt Fin Pkt Platz
2
Max Streller
5
5
5
15
5
20
1.
6
Julian Ploog
3
5
5
13
4
17
2.
19
Carl Wynant
5
4
4
13
2
15
3.
8
Frieda Thomas
4
2
3
9
3
12
4.
10
Magnus Rau
2
3
4
9
1
10
5.
13
Alina Sassenhagen
3
1
3
7
0
7
6.
12
Thies Schweer
0
4
2
6
6
7.
4
Paul Weisheit
2
3
S
5
5
8.
9
Mika Fynn Janßen
4
S
N
4
4
9.
20
Michelle Rau
1
0
2
3
3
10.
16
Len-Joris Rixen
0
2
1
3
3
11.
18
Felix Klütemeyer
1
1
S
2
2
12.

Junior B
#
Name
1
2
3
4
5
6
Pkt Fin Pkt Platz
33
Tom Finger
5
5
5
15
5
20
1.
51
Jonny Wynat
5
5
3
13
4
17
2.
34
Calvin Richter
4
3
5
12
3
15
3.
44
Bruno Thomas
4
4
4
12
2
14
4.
35
Nick Colin Haltermann
3
4
4
11
0
11
5.
37
Marlon Hegener
3
3
2
8
1
9
6.
54
Michelle Köhler
2
2
3
8
8
7.
45
Sven Lottmann
2
2
2
6
6
8.
52
Marvin Kleinert
1
1
1
3
3
9.
40
Manuel Rau
0
1
1
2
2
10.
42
Louis Ruhnke
1
0
0
1
1
11.

Junior C
#
Name
1
2
3
4
5
Pkt
Platz
17
Kevin Lück
3
3
3
2
11
1.
2
Finn Loheider
2
2
3
3
10
2.
15
Fabian Heinemann
1
1
2
1
5
3.
12
Mattis Möller
0
1
1
2
4
4.
16
Mitchell de Vries
0
0
0
0
0
5.