Junioren Speedwayrennen in Mulmshorn,
30.06.2012

30.06.2012 13:01:11
Endlich geht es los
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Bereits der Samstag stand ganz im Zeichen der Jugend. Auf der im Innenfeld befindlichen KNAX Speedway-Bahn gingen insgesamt 37 Kids und Teenager in insgesamt 31 Heats in ihre Fights. Für die Junioren-Klassen A, B und C ging es dabei erneut um die NBM-Punkte, während ein Quartett der U21 Fahrer ohne NBM-Wertung in ihr Rennen ging.

Einige Ausrutscher und Stürze blieben leider nicht aus. Bis auf Marvin Wiegert, der anscheinend eine Gehirnerschütterung von dem Crash mit Finn Loheider in der 125ccm Klasse hatte, blieben alle weiteren Gestürzten zum Glück verletzungsfrei.

Gute Besserung an Marvin

Obwohl in der 50ccm-Klasse der Sturz von Uwe Fissler auch böse aussah, kam ihm aber zugute, dass er Zuhause mit seinem BMX-Rad das Stürzen und Abrollen immer wieder übt, wie seine Mama berichten konnte. Der Knirps kam ohne Blessuren davon.

Junior A

Bei endlich mal sommerlichen Temperaturen ging es nach einem kurzen Training fast nahtlos in die Rennen über. In der Junior-Klasse A kristallisierten sich nach 9 Vorläufe á 5 Kids der NBM-Führende Lukas Wegner (12 Punkte Maximum) sowie Fabian Heinemann und Calvin Richer (beide 10) als die Podestanwärter heraus. Mit ins Finale folgten aber auch noch Fabian Gaschka (9) und Chayenne Wiegert (8), die Schwester des gestürzten Marvin. Sie biss die Zähne zusammen und fuhr anscheinend für ihren Bruder weiter um die Punkte. Das kuriose Szenario war aber, dass Fabian G. und Calvin unabhängig aber im Parallel-Flug in der 2. Ecke des Finals zu Boden gingen. Beide wurden vom Schiedsrichter-Gespann Matze Stucke und Silke von Aschwege vom Restart ausgeschlossen. Beim Restart ging Fabian H. in der Startkurve zu Boden. Er durfte am erneuten Rerun teilnehmen, hatte aber das Nachsehen gegenüber dem Mädel, das ihn in der 2. Runde beherzt einholte. Lukas war derweil längst enteilt und sicherte sich den nächsten NBM-Lauf-Sieg vor Fabian H. und Chayenne.

Spannende Duelle gab es immer wieder vor allem zwischen Tom Finger und Marlon Hegener. Die beiden kennen sich bestens, auch von den ADAC Weser-Ems Cup Läufen und beide schlossen auch am Ende mit jeweils 6 Punkten auf den Rängen 6 und 7 als erste Verfolger des Final-Quintetts ab.

Junior B

In dieser Klasse gab es schon die ersten Disqualifikationen wegen Verlassens der Bahn. Gastfahrer Buddy Prijs wurde somit ebenfalls einmal Opfer eines Ausrittes auf den Grünstreifen. Sein Landsmann Darrel der Vries, der allerdings im Gegensatz zu Buddy an der NBM-Wertung teilnimmt, gehörte ebenfalls nicht zum Aufgebot der Top 5 im Finale. Sie landeten ebenfalls auf den Verfolger-Plätzen 6 und 7. Somit gab es ein „rein Deutsches Finale“, wie die Endlauf-Kids es selber nannten.

Nach seinem Crash in Vechta 3 Wochen zuvor zeigte sich Lukas Fienhage sehr gut erholt und setzte sich in allen Läufen gegen seine Mitstreiter durch. Ungeschlagen ging er ins Finale. Mit ihm auch Niels-Oliver Wessel und Jennifer Grosser (beide 10) sowie ihr Speedy-Zwilling Patrizia und Finn Loheider (beide 9). Lukas machte das Finale schnell für sich klar und auch Jenny setzte sich vor den Verfolgern ab. Einzig Patrizia und Niels kämpften die 3 Runden Rad an Rad bis Ausgangs der letzten Ecke der Charmeur kein Erbamen hatte und nicht unter dem Motto: „Ladies First“ die Ziellinie erreichen wollte. Für Finn blieb der 5 Platz in der Gesamtwertung, den er sich aber auch redlich verdient hatte, nach viel Maschinenpech in den letzten Wochen.

Junior C

Nach jeweils mäßigen Starts kam der kleine Russe Arslan Fayzulin spätestens in der Startkurve an die Spitze und gab diese Position nicht mehr ab. Außer im Finale: Da wurde es mächtig eng am Kurveneingang als Sandwich von Richard Geyer und Fabian Wachs. Der Sturz ließ sich nicht vermeiden, doch durfte alle 4, also auch Matthi Schmidt, wieder ans Band. Während die Vorläufe mit je 3 Fahrern absolviert wurden, war das Finale also der einzige Lauf dieser Klasse, der mit 4 Mann über die Bühne ging.

Der Rerun klappte und Arslan zog wieder schnell davon. Richard folgte als erster vor Fabian, die auch so die Plätze auf dem Podest einnahmen. Matthi kam auf Rang 4 vor Onno Rykena und Dominic Asche, die das Fahrerfeld komplettierten.

U21

Lokalmatador Marco Gerdes war sichtlich nervös auf seiner Heimbahn und konnte nach einer Bandberührung und der daraus resultierenden 15m Strafversetzung, einem Sturz sowie einer Disqualifikation wegen Bahnverlassens nur den letzten Vorlauf ordnungsgemäß ins Ziel bringen. Dieses allerdings hinter dem späteren Maximumsieger Marcel Sebastian, Mark Beishuizen mit 4 zweiten Plätzen sowie Nils Hesse, der bei einem Ausfall wegen Kettenriss nur 3 Mal das Ziel auf Rang 3 erreichte.

Die Ergebnisse