Int. Grasbahnrennen in Osnabrück
16.08.2008

16.08.2008 16:27:17
Fahrerlagerchef "Maddin" hatte alle
Hände voll zu tun
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Nach 2 abgesagten Rennen 2005 und 2007 wegen Regen stand der Wettergott diesmal wieder auf der Seite der AMG. Außer dem Sturz von Christina Sophie Köhn im Training der Schülerklasse B, (sie prellte sich den Arm, konnte aber nach der Untersuchung im Krankenhaus das Rennen live verfolgen) wurde das Trainingsprogramm reibungslos abgespult.

Im zweiten Lauf der int. Gespannklasse kam es dann allerdings zu einem schweren Unfall, bei dem sich ein Streckenposten schwere Verletzungen zugezogen hat, als er vom britischen Team Trevor Steward und Darren Sargeant erwischt wurde. Steward zog sich einen Unterschenkelbruch zu, während Sargeant mit dem Schrecken davon kam. Zum Zustand des Streckenposten konnte von Seiten der AMG auch noch 2 Tage nach dem Unfall keine Auskunft gegeben werden.

Speedway.org wünscht dennoch gute Besserung

In Vorstandsreihen machte man sich allerdings Gedanken, ob man die Streckenposten nicht durch z.b. größere Ampelanlagen an der Bande in Zusammenhang mit einem lauten akustischen Signal ersetzten könnte. Hierzu sollten allerdings erst einmal die Fahrer befragt werden, um zu erfahren, auf was eher geachtet wird: Eine rote Flagge im Innenfeld oder die rote Abbruchlampe an der Bande.

Abschied nach 30 Jahren

Nach 30 Jahren als Rennleiter verabschiedete sich Dieter Glatzer schon bei der Fahrerbesprechung bei den Aktiven und übergab seinen Posten an seinen Nachfolger Frank Debrecht. Was Glatzer aber nicht wusste, war, dass man ihn aus Clubreihen aber nicht einfach so gehen ließ. Mit einem provisorischen Banner wurde das angedeutet, was ab dem nächsten Jahr die Zielkurve schmücken wird: Dieter Glatzer Kurve. Als bekennender Gespannfan war es für ihn natürlich eine Selbstverständlichkeit, seine Ehrenrunde in einem Gespann – nämlich in dem von Karl Keil – zu drehen.

Catmans erster Streich

In der int. Lizenz Soloklasse stand Stephan Katt schon vor dem Endlauf als Tagesieger fest. Mit 5 Punkten Vorsprung ging er in den Finallauf und konnte sich bei der Punkteverteilung von 4-3-2-1-0-0 mit einem weiteren Laufsieg klar von der Konkurrenz absetzten. Am Ende waren es 7 Zähler, die Catman auf seine Verfolger Bernd Diener und NBM-Laufsieger Daniel Rath hatte. Nur aufgrund der besseren Platzierung im Endlauf zog Diener mit Rang 2 gleich mit Rath, der nach dem 2. Vorlaufplatz und dem 3. Finalplatz am Ende Dritter wurde.

Den weiteren Sprung ins Finale schafften Jörg Tebbe, Erik Eijbergen und der Trainingsschnellste Andrew Appleton. In dieser sehr abwechslungsreichen Laufsiegerriege gab es packende Fights, deren Kriterium immer noch die Spitzkehre war, obwohl diese nicht mehr - nach der Verlegung des Starts auf die andere Seite – die erste Ecke war.

Klarer Maximumsieg

Nachdem Steward / Sargeant nicht mehr antreten konnten verzichteten auch die britischen Meister Shaun Harvey und Danny Hogg auf weitere Starts. Dennoch blieben auch die Gespannrennen eine spannende Angelegenheit vor allem durch Raymond de Rooy mit Sandra Mollema. Sie fuhren sich immer wieder nach schlechten Starts ins vordere Mittelfeld und konnten hinter den Maximumsiegern William und Nathalie Matthijssen sowie Karl Keil mit Berit Tralau Rang 3 sichern. Bei der Siegerehrung hatte man aber auch für Mark Detz mit Linda Vijfschaft sowie Nick Radley mit Tochter Abi eine Trophäe parat. Nach einem Laufsieg und 2 Motorschäden mussten die Brüder Stefan und Sebastian Steigerwald aufgeben.

Entscheidung nach Trainingszeit

Vor dem Einzug ins Finale der B-Lizenz Solisten lag Dennis Noordmann mit Laufsiegen klar in Führung. Auch die Teilnahme von Dyfed Evans und Steffen Vagt war eine einfache Rechnung. Es gab nun aber noch 4 Fahrer, die alle 4 Zähler aus 2 Vorläufen hatten, es aber nur noch 3 Plätze zu vergeben waren. Darren Pugh hatte, bei einem Sturz, seine 4 Punkte aus einem Laufsieg und der wieder genesene Dennis Stübe erreichte diese mit einem 4. und einem 2. Rang. Jens Benneker und Wolfgang Berger fuhren je 2 zweite Plätze ins Ziel, ohne - durch das immer in gleiche Gruppen eingeteilte System - einmal aufeinander getroffen zu sein. Benneker kam aufgrund seiner schnelleren Trainingszeit ins Finale, brachte hier aber die rote Laterne hinter Pugh, Noordmann, der dennoch siegte, Evans, Vagt und Stübe ins Ziel.

Stübe war mit dieser Platzierung auch bester NBM-Fahrer und war schon der Zweite neben Rath, der aus Mecklenburg die maximale Punkteausbeute einheimsen konnte und sich somit für das Finale um den deutschen Langbahnpokal in Parchim qualifiziert haben sollte.

Mecklenburger NBM-Trio perfekt

Aber auch Stefan Radtke sicherte sich mit Danny Labs die 5 NBM-Zähler und sollte seinerseits nun als neuer NBM-Führender – wenn kein Rennen mehr vor dem Stichtag hinzukommt – für das große Seitenwagen DM-Finale in Mühldorf qualifiziert sein. Dabei sah es aber zu Beginn der 3 Wertungsläufe gar nicht nach einem Erfolg aus. 2 Mal wurden sie am Start behindert und landeten schräg stehend an der Planke. Gegen die Seriensieger Imanuel Schramm mit Bernd Kreuzer, die wohl das SBM-Pendant in Mühldorf sein werden, hatten sie nicht viel auszurichten, doch mit und gegen Maik Domscheit und Kristoffer Loch gab es 2 heiße Duelle, ehe im letzten Umlauf Spritmangel der Grund der Aufgabe für Domscheit / Loch in der Startkurve war.

Abgeschlagen dahinter platzierten sich Maik Teutenberg mit Manfred Britt, Albert Till mit Christian Schlake, Achim Köhler mit Jan Martin Wagner sowie Martin Fischer mit Bastian Ebbens, die im Gegensatz zu den anderen 3 vor ihnen Platzierten 3in alle 3 Rennen gingen. Der Letzte eines jeden Laufes, angefangen mit der Trainingszeit, musste auch hier aussetzten.

Quintett in der Schüler B

Nach der Absage von Robby Swoboda und Steven Mauer und der verletzungsbedingten Aufgabe von Christina Sophie Köhn standen nur noch 5 Jungs am Band. Andre Majewsky fuhr wieder allen auf und davon und siegte ungeschlagen vor seinem Clubkollegen Niklas Thien, der seinerseits klare 2. Plätze ins Ziel brachte. Auch Dirk Meyer konnte sich in Szene setzten und holte den Pokal für Rang 3, während Neuling Julian Dreier immer besser zurecht kam und im letzten 3. Duell den Niederländer Mack Struyk besiegen konnte.

2 Debütanten

2 Nachnennungen hingegen gab es in der Schülerklasse A. Hier fuhren Nils Wilken und Timo Bente ihre ersten Rennen, bekamen aber aufgrund von Überrundungen leider keine Punkte. Lukas Fienhage zog wieder einmal allen auf und davon, während sich Jennifer Grosser und Jens Ripke zu weiteren Duellen trafen. Jennifer gewann diese mit 2 : 1 und wurde somit Zweite. Schwester Patrizia führte auf Rang 4 die weitere Konkurrenz mit Severin Jendrik Herl und den wieder mit perfekten Starts ins Rennen gehende Finn Loheider ins Ziel.

Die Ergebnisse