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Klein aber feinAm Fuße der überdimensionalen Salzberge fand das 10. DMV-Grasbahnrennen in Heringen statt, was Europa-offen ausgeschrieben war. Wie für Speedway.org war es auch für einige B-Lizenz-Teilnehmer aus der B-Solo und Gespannklasse eine Premiere und keiner wusste, was ihn erwarten würde, beim Blick auf die 400 Meter lange Strecke. Wellig und nicht ganz oval zeichneten sich im Training schon die Probleme ab. Doch um es vorweg zu nehmen, bis auf 2 Stürze und einem Fast-Sturz ging diese Veranstaltung gut aus und den knapp 200 Fans wurde noch guter Bahnsport geboten. Im Vorfeld mussten Pauli Bauer und Markus Eibl aus privaten Gründen absagen, doch um das 6er-Feld in der I-Lizenz Solo wieder aufzufüllen, traten neben Patrick Zwetsch, der als B-Lizenzfahrer in dieser Klasse bereits genannt war, kurzfristig auch noch André Daubert und Steffen Vagt gegen Manfred Knappe, Sjoerd Rozenberg und Karel Kadlec an. Auf diesem extrem schwer zu fahrenden Kurs, gerade für die Debütanten in den verschieden Klassen, war der Niederländer Rozenberg der einzige, der seine Linie immer finden konnte, ohne Fehl und Tadel blieb und sich neben dem Gesamtsieg bei einem Punkt unter Maximum auch noch den Bahnrekord und den Sonderlauf um den Harald-Rimbach-Gedächtnis-Lauf sichern konnte. „Mandi“ Knappe war der einzige, der ihm in allen Heats Paroli bieten konnte und ihm sogar den einen Punkt zum fehlenden Maximum abnehmen konnte. Er sicherte sich sowohl in der Gesamtwertung, als auch im Sonderlauf den 2. Platz. Die dritten Ränge dieser Wertungen gingen an die B-Lizenz-Fahrer: Zwetsch sicherte sich im Sonderlauf den 3. Rang und war sichtlich glücklich über diesen Erfolg. In der Gesamtwertung musste der Schwarzwälder allerdings Daubert Rang 3 überlassen, da dieser mit 5 Punkten 2 Zähler mehr ins Ziel brachte. Einen Zähler erfuhr sich Vagt, der in allerletzter Minute doch von den B-Rennen in die A-Rennen wechselte. Der bei der Konkurrenz als Blitzstarter bekannte Kadlec machte auch hier seinem „Titel“ wieder alle Ehre, doch schaffte er es nicht einmal, auch im Ziel in den Punkten zu landen und schloss diese Wertung punktelos ab. Die B-GespanneEin großes Fahrerfeld war in der B-Lizenzgespannklasse genannt. Doch schon vor dem Training waren nicht alle Teams anwesend und nach dem Training meldeten sich weitere ab. So blieben am Ende 10 Teams übrig, die meist zu dritt, bzw. 2 Mal zu viert in die Rennen der Vorläufe gingen. Debütant Imanuel Schramm konnte die Tipps von seinem Co-Pilot Bernd Kreuzer, der hier vor Jahren als Beifahrer sowohl in der A als auch B-Lizenz 5 Mal zu Boden ging, umsetzten und mit seinem Können dies zu 2 Vorlaufsiegen umwandeln. Aber auch Thomas Buß, der nach einer – selbst für die Ärzte – mysteriösen Krankheit im letzten Jahr die ganze Saison pausieren musste, ist nun wieder auf dem Weg zurück an die Spitze dieser Konkurrenz und blieb mit seinem Beifahrer Helmut Gärtner wie Schramm in den 2. Vorläufen ungeschlagen. Erst im Finale sollte es – nach dem Trainingsduell – das einzige direkte Punkte-Duell geben. Für dieses Fünfer-Finalfeld qualifizierten sich des weiteren noch Maik Domscheit und Kristoffer Loch mit einem Punkt unter Maximum. Auch die Lüdinghauser kamen als Debütanten nach Hessen und konnten sich schnell auf die Bahnverhältnisse einschießen. Jürgen Michel nahm mit Stefan Müller wieder einmal an einem Rennen teil und schob sich mit 4 Punkten ins Finale. Den letzten Platz sicherten sich Augustin Hundsrucker und Peter Schirmer, die allerdings im 1. Durchgang nach einem bösen Schlenker die Kontrolle übers Gespann behielten, aber ins Innenfeld schossen. Ihr Laufsieg im 2. Outing brachte sie aber ins Finale, gegenüber den anderen 3-Punktefahrern Nikolas Zercher und Martin Weick, Harald Schlosser mit Wolfgang Fletcher sowie Udo und David Poppe. Für die weiteren Debütanten und Neueinsteiger Martin Fischer mit Bastian Ebbers als auch für Wolfgang und Alexander Hermann blieben in den Vorläufen nur die letzten Plätze und hatten somit keine Chance auf eine Finalteilnahme. Das FinaleEs war schon fast zu eng mit 5 Gespannen, so wie einige der Finalisten nach dem Abbruch erzählten. Gustl Hundsrucker und Peter Schirmer lagen in der Startkurve auf der Innenbahn, ehe sie sich drehten und stürzten. Nach einem vorgezogenen Lauf einer Quadgruppe konnten aber auch sie wieder am Restart teilnehmen, den nach großem Einsatz Schramm / Kreuzer für sich entscheiden konnten. Michel / Müller wurden vom Tettnanger zwar bezwungen, konnten aber mit diesem 2. Rang 2 Punkte sichern, was ihnen Rang 2 bescherte. Buß / Gärtner standen in der Startkurve komplett im Staub und hatten dadurch keine Chance mehr, den frisch erholten Hundsrucker von Rang 3 zu verdrängen und somit den nötigen Punkt zum 2. Gesamtrang ins Ziel zu bringen. Domscheit hingegen verlor seinen bisherigen 3. Rang in der Gesamtwertung durch die rote Laterne im Finale. Sein Tenor und der seines Beifahrers waren allerdings schon vor dem Rennen: heil und gesund nach Hause fahren. Die B-Lizenz SolistenAlles war Vertreten, was sich aus Geschlecht, Alter und Erfahrungswerte zusammensetzte. Die einzige Frau im Feld Nadine Frenk machte den Eindruck, als ob ihr die vielen Wellen und Buckel in der Strecke nichts anhaben könnten. Aber auch die Oldies, Franz Greisel (67 Jahre) und Jürgen Bruckner (57 Jahre) hielten mit der Lady und den weitaus jüngeren Konkurrenten mit. Erfahrung brachte Sven Mannott weiß Gott nicht mit, da er auch zu den Debütanten gehörte. Gerade bei ihm war es auch zu erkennen, wie schwer es war, den Kurveneingang richtig zu treffen und dementsprechend auch wieder auf die Gerade zu lenken. Doch im Laufe der Runden, die er abspulte, wurde er Stück für Stück sicherer und konnte sogar ungeschlagen als Wertungsführender ins Finale ziehen. Ihm folgte Frenk (7), die ihm im 2. Durchgang unterlag, Greisel (7), Andy ter Schuur (5) aus Holland, sowie der mittlerweile Dreifache Familienvater Angel Eduardo Velazques und Jürgen Bruckner (beide 4 Punkte). Dieser Endlauf war auch der einzige, der mit 6 Teilnehmern gestartet wurde. Lady Frenk zeigte es ihrer männlichen Konkurrenz aber knallhart, denn gab sie sich mit Rang 3 nach dem Start nicht zufrieden. Sie fightete sich fair nach an die Spitze, während der zweitplatzierte Velazques in der Zielkurve noch zu Boden ging. Dadurch kam Greisel auf Rang 2 ins Ziel gefolgt vom Schwarmer Mannott, der diesen Start überhaupt nicht hinbekam. In dieser Reihenfolge trafen sich die Geschlechter und Generationen auch auf dem Podest wieder. Nadine zollte Greisel Respekt für diese Leistung, denn rein rechnerisch könnte er ihr Großvater sein. Mannott hingegen hätte bei der Bahnbegehung am frühen Morgen niemals an einen Podestplatz gedacht und wurde von Freundin Franzi mit einem Küsschen belohnt. Bruckner, der nach Velazques' Ausrutscher noch in die Punkte kam, landete auf dem 5. Gesamtrang gefolgt von ter Schuur und dem Argentinier. Das Finale verpassten Andreas Möbus, Hans Jürgen Franke und Martin Raddatz. Die Schülerklasse BHätte Steve Braun den Start vom Finale noch völlig versemmelt, hätte sein Tagessieg als Maximum stehen können. Doch der Schwarzwälder kämpfte sich zumindest noch auf Rang 2 vor, was ihn den Tagessieg rettete. David Pfeffer gewann zwar den letzten Lauf, doch langte dieses am Ende nicht, nach 2 zweiten Plätzen auf der 1. zu stehen. Timo Baumert hatte beim 1. Lauf so seine Probleme mit dem Start und musste sich hier Dirk Meyer geschlagen geben, während er in den anderen beiden Heats Sieger über dem Osnabrücker blieb. Die Ergebnisse |